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Schneizl­reuth

Szenen aus dem Leben des Hl. Nikolaus von der Flüe (1417-1487)

1. Die Turmvision

2. Der Abschied

3. Überprüfung des Fastenwunders

4. Gebet und Meditation in der Klause

5. Bruder Klaus – der Friedensstifter von Stans (1481)

Aktuell ist im Schaukasten in der Kirche die 3. Szene des Präsentationszyklus ausgestellt:

Überprüfung des Fastenwunders Bei dieser Szene handelt es sich um ein historisch verbürgtes Ereignis. Weihbischof Thomas von Konstanz, der 1469 zur Weihe der Kapelle gekommen war, stellte Bruder Klaus wegen seines wundersamen Fastens auf die Probe. Als Zeugen waren der Landamman des Kantons Obwalden als weltliche Instanz und der Pfarrer von Kerns, Niklaus' Beichtvater, als kirchlicher Vertreter zugegen.

Die Absicht des Bischofs war es, den Spekulationen und wilden Gerüchten Einhalt zu gebieten, die wegen des unglaublichen, wundersamen Fastens des Niklaus von Flüe im Umlauf waren. Seit einer einschneidenden Vision zu Beginn seines Eremitenlebens im Jahr 1447 hatte Bruder Klaus keinerlei Nahrung, außer der Hostie bei der täglichen Hl. Kommunion, mehr zu sich genommen. Zwischen Wundergläubigkeit, Sensationsgier, Zweifel und Verdacht auf Scharlatanerie und Betrug lag das Spektrum der Reaktionen.

Nach einem Zwiegespräch mit Bruder Klaus in dessen Zelle forderte der Bischof ihn auf, vor aller Augen ein Stück Brot zu essen. Der Eremit unterzog sich demütig und gehorsam der Prüfung. Doch der Versuch, einen Bissen zu sich zu nehmen, bereitete ihm große Qualen. Er konnte nicht schlucken und wand sich vor Schmerzen. Nicht einmal einen Schluck Wein konnte er trinken, sodass Bischof Thomas von einer weiteren Prüfung absah und die Glaubwürdigkeit des Fastenwunders bestätigte. Fortan galt Bruder Klaus als “ Lebender Heiliger“, der keinerlei irdische Nahrung benötigte.


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